Die Symptome machen oft Angst
Im Teenie-Alter ist eine Infektion mit Scheidenpilz oft gleich doppelt belastend. Zu den lästigen, nervigen Symptomen kommen häufig noch quälende Ängste und Unsicherheiten: Was ist mit meiner Scheide los? Wo kommt dieses furchtbare Jucken her? Bin ich irgendwie unsauber – oder ist das gar eine gefährliche Geschlechtskrankheit? Und: Muss ich jetzt etwa zum Arzt gehen? Wie peinlich!
Wo habe ich das her? Und was soll ich jetzt machen?
Die typischen Symptome von Scheidenpilz, meist hartnäckiger Juckreiz und weißlicher, quarkartiger Ausfluss, können für junge Betroffene geradezu erschreckend sein.
In der Pubertät müssen Mädchen ohnehin mit vielen intimen körperlichen Veränderungen klarkommen: Die Figur verändert sich, die ersten Regelblutungen stellen sich ein. Wenn in dieser Phase dann auch noch Krankheitsanzeichen in der Scheide auftreten, ist das häufig ein kleiner Schock.
Auch schon etwas erfahrenere junge Frauen wissen oft nicht recht, wie sie die Symptome von Scheidenpilz einordnen sollen. Viele grübeln, wie sie sich die Erkrankung zugezogen haben (vielleicht auf einer öffentliche Toilette?) oder ob sie sich womöglich beim (ersten) Sex angesteckt haben.
- Scheidenpilz ist eine harmlose Erkrankung, die ganz einfach behandelt und meist innerhalb weniger Tage kuriert werden kann.
- Die Erkrankung während der Pubertät und unmittelbar danach ist nicht selten: Sehr viele junge Frauen bekommen Scheidenpilz.
- Scheidenpilz ist keine Geschlechtskrankheit und hat auch nichts mit mangelnder Hygiene zu tun.
- Frauenärzte haben täglich mit dieser Krankheit zu tun. Es gibt keinen Grund, sich beim Arztbesuch zu schämen.
Bei jungen Frauen treten hormonelle Schwankungen auf
- immer wieder im Verlauf der Pubertät, besonders vor der ersten Menstruation
- wenn zum ersten Mal die Pille genommen wird
- bei Schulstress, Ärger mit den Eltern usw.
Doch auch, wenn es sich um eine harmlose Erkrankung handelt, sollten Teenies und junge Frauen auf jeden Fall zum Frauenarzt gehen, wenn sie an Scheidenpilz erkrankt sind. Es ist übrigens gar kein Problem die Mutter oder eine Freundin mit in die Praxis zu nehmen. Gerade der erste Besuch beim Frauenarzt wird durch eine vertraute Begleiterin häufig viel leichter.






