Beim Frauenarzt

Auch beim normalerweise harmlosen Scheidenpilz gibt es Krankheitsverläufe, die einen Besuch beim Arzt notwendig machen. Und, ganz wichtig: Eine bakterielle Vaginose muss von dem Frauenarzt behandelt werden.

Scheidenpilz: Manchmal ist ein Arztbesuch notwendig

Häufig können Frauen, die an Scheidenpilz erkrankt sind, die Infektion mit einem rezeptfreien Mittel aus der Apotheke auf eigene Faust behandeln. In einigen Fällen kann es aber auch bei einer Scheidenpilzinfektion erforderlich sein, den Rat eines Mediziners (am besten eines Gynäkologen) einzuholen.

Ein Termin beim Arzt ist wichtig für:

  • Erstmalig Betroffene: Stellt eine Frau zum ersten Mal unangenehme Symptome wie Jucken im Intimbereich oder veränderten Ausfluss fest, sollte sie nicht auf „gut Glück“ ein Anti-Pilz-Mittel anwenden. Besonders bei erstmalig Betroffenen ist es sinnvoll, die Symptome zunächst beim Frauenarzt abklären zu lassen.
  • Frauen, die immer wieder an Scheidenpilz erkranken: Kehrt der Scheidenpilz trotz konsequenter Behandlung immer wieder zurück, sollten Sie das weitere Vorgehen mit Ihrem Arzt besprechen. So kann der Erreger genau untersucht und eine geeignete Therapie gefunden werden, um Sie von den lästigen Symptomen zu befreien.
  • Schwangere Frauen: Frauen, die ein Kind erwarten, sollten grundsätzlich Rücksprache mit ihrem Arzt halten, bevor sie ein Arzneimittel anwenden. Nur er kann entscheiden, auf welche Weise und in welchem Umfang die Behandlung sinnvoll und vertretbar ist.
  • Frauen, die parallel zu den Symptomen an Fieber und/oder Unterleibsschmerzen leiden: Suchen Siel auf jeden Fall einen Arzt auf, um ernste Ursachen ausschließen zu können.
  • Betroffene, bei denen die Therapie nicht anschlägt: Zeigt ein Anti-Pilzmittel aus der Apotheke trotz korrekter Anwendung keine Wirkung, sollte umgehend Rücksprache mit dem Arzt gehalten werden. Vielleicht steckt eine andere Erkrankung hinter den Symptomen (z.B. bakterielle Vaginose, Trichomonaden o.ä.) oder es handelt sich bei dem Krankheitserreger nicht um Candida albicans, sondern um eine andere Candida Art (z.B. Candida tropicalis), die nicht ausreichend mit dem Wirkstoff Clotrimazol bekämpft werden kann.

Bakterielle Vaginose: Der Gang zum Arzt ist zwingend erforderlich

Diese bakterielle Scheideninfektion wird üblicherweise mit einem (stets verschreibungspflichtigen) Antibiotikum behandelt und muss deshalb von einem Arzt diagnostiziert und therapiert werden.

Ganz besonders wichtig ist ein umgehender Arztbesuch für werdende Mütter. Unbehandelt kann die bakterielle Vaginose zu Komplikationen in der Schwangerschaft führen! Stellt der Arzt dann tatsächlich eine bakterielle Vaginose fest, hängt es vom Stadium der Schwangerschaft ab, wie die Erkrankung therapiert wird.

Keine Scheu vor dem Besuch beim Frauenarzt

Der Gang zum Arzt stellt für viele – auch erfahrene – Frauen, die von einer Erkrankung in der Intimregion betroffen sind, eine kleine Hürde dar: Was soll ich sagen? Wie soll ich die unangenehmen Symptome beschreiben? Wie wird die Untersuchung aussehen?

All diese Bedenken sind absolut verständlich – aber ebenso unbegründet! Infektionen der Vagina gehören zum Alltag eines jeden Gynäkologen. Dem Arzt reichen meist schon ganz wenige Stichworte („es juckt irgendwie…“ „Irgendwie ist da ein merkwürdiger Geruch…“), um zu verstehen, worum es geht.

Zur weiteren Diagnose wird dann ein Abstrich aus der Scheide entnommen, der Klarheit über eine mögliche Erkrankung liefert.

Wechseljahre

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