Scheidenpilz2022-08-11T13:40:53+02:00

Scheidenpilz: Warum die Scheide juckt und brennt

Scheidenpilz, auch Vaginalpilz genannt, kennen die meisten Frauen. Mindestens 75 Prozent sind einmal im Leben davon betroffen. Dennoch sprechen viele nicht gern darüber. Erfahren Sie, was ein Pilz im Intimbereich ist, wie Sie die Infektion erkennen, welche Gründe dahinterstecken und was Sie dagegen tun können.

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Scheidenpilz – was ist das?

Bei Scheidenpilz sprechen Mediziner von einer Vaginalmykose oder Vulvovaginalkandidose. Dabei handelt es sich um eine Infektion der Vagina und des äußeren Genitalbereiches, ausgelöst durch Pilze aus der Familie Candida. 75 von 100 Frauen sind mindestens einmal im Leben davon betroffen. Der „Hauptschuldige“ ist meist der Hefepilz Candida albicans . Er liebt ein feuchtes und warmes Klima, wie es im Mund, Rachen, Darm oder Intimbereich vorkommt – dort kann er sich entweder optimal einnisten oder vermehren. In kleiner Zahl ist er bei vielen Frauen ein natürlicher Bewohner des vaginalen Milieus und harmlos. Vermehrt er sich jedoch zu stark, kann er eine Pilzinfektion verursachen.

Der Grund für die starke Ausbreitung des Hefepilzes Candida albicans ist in vielen Fällen eine anfällige Scheidenflora. Wenn ihr fein abgestimmtes Milieu durch hormonelle Schwankungen, ein geschwächtes Immunsystem oder Medikamente wie Antibiotika aus der Balance gerät, verringert sich meist die Zahl der schützenden Milchsäurebakterien. Diese wiederum sind essenziell wichtig, um den pH-Wert der Vagina im physiologisch sauren Bereich zu halten. Sowohl eine hohe Zahl an Milchsäurebakterien als auch ein stabiles saures Milieu hindern Pilze und andere Erreger daran, sich zu vermehren.

Was sind die Ursachen einer Scheidenpilzinfektion?

Die Hauptursache für die Diagnose „Scheidenpilz“ ist eine geschwächte Scheidenflora. Ist sie intakt, weist sie Erreger souverän ab. Zu den Faktoren, die sie schwächen, zählen Hormonschwankungen wie sie für die Schwangerschaft, die Wechseljahre oder die zweite Zyklushälfte vor der Regelblutung typisch sind. Der Hintergrund: Schwankungen im Östrogenspiegel (eventuell auch durch eine Hormonersatztherapie) verändern das natürliche Gleichgewicht im vaginalen Milieu. Mit der Folge, dass sich Keime wie der Scheidenpilz leichter vermehren können.

Auch Medikamente wie Antibiotika, Immunsuppressiva, Arzneimittel mit Kortison oder die Antibabypille können Pilzinfektionen begünstigen. Antibiotika sind dafür bekannt, dass sie zwar krankmachende Bakterien erfolgreich bekämpfen, allerdings zerstören sie die nützlichen Milchsäurebakterien.

Ein weiteres Risiko für die Entstehung eines Vaginalpilzes bergen Erkrankungen, die das Immunsystem beeinflussen, wie beispielsweise Diabetes mellitus oder eine Schilddrüsenunter oder -überfunktion. Als Ursachen nicht zu unterschätzen sind außerdem Stress, psychische Belastungen und eine falsche Intimhygiene.

Die Anzeichen: Wie erkenne ich Scheidenpilz?

Das erste Anzeichen für eine Pilzinfektion der Scheide ist meist ein unangenehmer, hartnäckiger Juckreiz. Bei einigen Frauen tritt zusätzlich ein Brennen auf. Auch ein weißlich-krümeliger, vermehrter Ausfluss kann auf einen Scheidenpilz hinweisen, ebenso wie Schmerzen beim Sex oder Wasserlassen.

In einigen Fällen ist der Intimbereich gerötet oder geschwollen – er fühlt sich empfindlich und gereizt an. Enge Kleidung oder das Einführen eines Tampons können die entzündliche Vaginalhaut zusätzlich reizen.

Wenn Sie sich Sorgen machen oder Sie Beschwerden haben, holen Sie sich bitte ärztlichen Rat ein. Sie können zunächst auch unseren Selbsttest durchführen. Der Test dient der ersten Orientierung, ersetzt aber keinen Arztbesuch.

Wann zum Arzt?

Gehen Sie auf jeden Fall zur Frauenärztin oder zum Frauenarzt, wenn:

  • die beschriebenen Symptome wie Juckreiz, Brennen oder Schmerzen zum ersten Mal auftreten
  • Sie immer wieder an einer Scheidenpilzinfektion leiden
  • Sie schwanger sind und eine Pilzinfektion vermuten
  • zusätzliche Krankheitssymptome wie Fieber auftreten
  • die Behandlung trotz korrekter Anwendung nicht anschlägt

Ein Besuch bei Ihrer Gynäkologin oder Ihrem Gynäkologen bringt Sicherheit und Klarheit. Durch eine gründliche Anamnese, gynäkologische Untersuchung oder mikroskopische Beurteilung wird zwischen einer Scheidenpilzinfektion und anderen Infektionen wie beispielsweiser einer bakteriellen Vaginose unterschieden. Je exakter die Diagnose, desto effizienter im Anschluss die Therapie.

Vor allem Schwangere mit Anzeichen oder Beschwerden sollten sich immer an die Frauenarztpraxis wenden. Zwar ist eine Vaginalpilzinfektion während der Schwangerschaft nicht gefährlich – weder für die Mutter noch für das Kind – allerdings muss sie behandelt werden.

Wie lange bleibt ein Scheidenpilz?

Scheidenpilzinfektionen sind mit der richtigen Behandlung schnell überwunden. Die lästigen und unangenehmen Beschwerden lassen bald nach und sind in der Regel nach einigen Tagen Behandlung verschwunden.

In seltenen Fällen kehrt ein Scheidenpilz zurück. Eine wiederkehrende oder langanhaltende Scheidenpilzinfektion kann mit ungenügender oder falscher Therapie, einer Immunschwäche, unzureichender bzw. übertriebener Hygiene oder dem sogenannten Ping-Pong-Effekt zusammenhängen. Der Ping-Pong-Effekt beschreibt die Übertragung des Pilzes durch Geschlechtsverkehr und dessen erneute Vermehrung bei einer gestörten Vaginalflora.

Schnelle Hilfe & Therapie bei Vaginalpilz

Das Mittel der Wahl bei Scheidenpilzinfektionen sind die sogenannten Antimykotika. Dabei handelt es sich um Arzneimittel, die speziell gegen Pilze wirken. Einer der effektiven und seit Jahren zuverlässigen Wirkstoffe ist Clotrimazol. Clotrimazol ist ein bewährtes Breitband-Antimykotikum. „Breitband“ heißt, dass der Arzneistoff gegen verschiedene Pilzstämme wirkt und nicht nur gegen einen. Das Prinzip dahinter: Der Wirkstoff greift die Zellhülle des Pilzes an – mit der Folge, dass sich der Erreger nicht weiter vermehren kann.

Die Behandlung der Infektion mit Clotrimazol erfolgt meist lokal und dauert mit KadeFungin3 über drei Tage. KadeFungin3 erhalten Sie als Creme, Vaginaltabletten oder als Kombi-Packung rezeptfrei in der Apotheke. Ideal zur Akut-Behandlung ist die Kombi-Therapie. Sie besteht aus Creme und Vaginaltabletten, da bei einer Infektion meist Vagina und äußerer Intimbereich betroffen sind.

KadeFungin3 bei Scheidenpilz

Kombi-Therapie mit KadeFungin3

Bei der Anwendung der KadeFungin3 Kombi-Packung führen Sie an drei aufeinanderfolgenden Tagen je eine Vaginaltablette immer abends vor dem Schlafengehen in die Scheide ein und tragen die Creme dreimal täglich auf die Vulva und den Bereich vom Scheideneingang bis zum After, dem Damm, auf. Mit einer Ausnahme: Schwangere nutzen zum Einbringen der Vaginaltablette den Finger und nicht den beiliegenden Applikator.

DR KADE KadeFungin3 Vaginalcreme

KadeFungin3 Vaginalcreme

DR KADE KadeFungin3 Vaginalcreme

Die Vaginalcreme ist auch einzeln verfügbar. Sie wird vor allem bei geringer vaginaler Befeuchtung empfohlen, da sie sich durch die Körpertemperatur verflüssigt. Für die ausschließliche Behandlung mit der KadeFungin3 Vaginalcreme bringen Sie die Creme an drei aufeinanderfolgenden Tagen einmal täglich, immer abends vor dem Schlafengehen, mit einem Applikator in die Vagina ein. Eine Ausnahme gilt für die Schwangerschaft: Schwangere verwenden die Creme nur im äußeren Bereich; für die vaginale Behandlung nutzen sie die Vaginaltabletten.

DR KADE KadeFungin3 Vaginaltabletten

KadeFungin3 Vaginaltabletten

DR KADE KadeFungin3 Vaginaltabletten

Zu den KadeFungin3 Vaginaltabletten greifen die meisten Frauen im gebärfähigen Alter. Zur Therapie bringen Sie an drei aufeinanderfolgenden Tagen je eine Tablette (einmal täglich, immer am Abend) in die Scheide ein – das gilt sowohl für die ausschließliche Behandlung mit Tabletten als auch für die Behandlung mit der Kombi-Packung (Creme und Vaginaltabletten).

Die Beschwerden halten in den meisten Fällen circa drei Tage an, werden jedoch durch die Behandlung schnell gelindert. Eine Verbesserung der Symptome kann bereits nach dem ersten Behandlungstag eintreten. Führen Sie die Therapie trotz der spürbaren Erleichterung konsequent bis zum Ende durch. So sorgen Sie dafür, dass die Infektion vollständig verschwindet und nicht plötzlich zurückkehrt.

Auch wenn die Antipilzmittel gut wirken und Sie diese in der Apotheke ohne Rezept kaufen können, ist es in einigen Fällen, insbesondere wenn Sie zum ersten Mal einen Scheidenpilz haben oder unsicher sind, besser zur Ärztin oder zum Arzt zu gehen.

Den Partner mitbehandeln?

Bei einer Infektion der Frau muss der Mann nicht automatisch mitbehandelt werden. Der Scheidenpilzerreger Candida albicans kann ein Teil der natürlichen Hautflora im männlichen Genitalbereich sein, ohne dass er Beschwerden auslöst. Hat der Mann allerdings Symptome wie Juckreiz oder Brennen, hat sich der Pilz zu stark vermehrt und muss behandelt werden.

Eine Mitbehandlung des Partners sollte nach ärztlicher Rücksprache in Erwägung gezogen werden, wenn der Scheidenpilz bei der Frau trotz korrekter Behandlung häufig wiederkehrt.

Welche Hausmittel wirken
bei Scheidenpilz?

Viele Frauen schwören auf die heilsamen Kräfte aus der Natur- oder Hausmittelapotheke. In Sachen „Scheidenpilz und Hausmittel“ kursieren Empfehlungen, den unangenehmen „Besucher“ mit joghurtgetränkten Tampons, Knoblauch, Essigspülungen, Teebaumöl oder einer gewissen Anti-Pilz-Diät zu vertreiben.

Lassen Sie besser die Finger davon! Erstens gibt es dafür keinerlei wissenschaftliche Grundlage. Zweitens reizen Knoblauch, Essig oder ätherische Öle die empfindliche Scheidenhaut und im Joghurt stecken oft scheidenfremde Milchsäurebakterien. Zudem enthält Joghurt Zusätze, die in der Vagina nichts verloren haben. Und drittens tun Sie immer besser daran, einen Scheidenpilz ärztlich abklären zu lassen und „vollständig“ auszuheilen, statt auf gut Glück selbst „herumzuprobieren“.

Vaginalpilz in der Schwangerschaft

Wenn Ihre Vagina in der Schwangerschaft ungewöhnlich stark juckt oder brennt und Sie das Gefühl haben, ein Vaginalpilz könnte der Grund sein, holen Sie sich bitte unbedingt ärztlichen Rat. Eine Schwangerschaft ist eine besondere Zeit – daher sollten Sie körperliche Beschwerden ernst nehmen und jede medizinische Behandlung immer vorab mit einer Ärztin oder einem Arzt besprechen.

Auch zur Therapie von Vaginalpilz in der Schwangerschaft hat sich seit vielen Jahren Clotrimazol bewährt, besonders in Form des Kombi-Präparates, bestehend aus Creme und Vaginaltabletten. Es ist unbedenklich und sicher – sowohl für die Mutter als auch für das Ungeborene. Einziger Unterschied zum „Normalgebrauch“: Schwangere führen die Vaginaltabletten nicht mit dem Applikator, sondern vorsichtig mit dem Finger ein.

Nach einer Scheidenpilzinfektion ist für Schwangere sowie für alle anderen Frauen auch, eine Milchsäurekur (z.B. KadeFungin Milchsäurekur) empfehlenswert. Sie dient der Regeneration des sauren Scheidenmilieus sowie der Stabilisierung der empfindlichen Scheidenflora und kann sowohl in der Schwangerschaft als auch in der Stillzeit bedenkenlos als 7-Tage-Kur eingesetzt werden.

Scheidenpilz wirksam vorbeugen

Wenn sich der Scheidenpilz einmal eingenistet hat, bleibt nur noch der Griff zur Antipilz-Therapie. Darüber hinaus gibt es Möglichkeiten, eine erneute Infektion effektiv zu verhindern.

Das können Sie tun:

  • Stärken Sie Ihr Immunsystem durch eine ausgewogene und vitaminreiche Ernährung.
  • Finger weg von aggressiven Seifen: Pflegen Sie Ihren Intimbereich immer mit milden und auf den Intimbereich abgestimmten Produkten, beispielsweise mit den Intimpflegeprodukten von KadeFemin.
  • Achten Sie beim Gang zur Toilette auf die richtige Wischtechnik: immer von vorn nach hinten wischen.
  • Wechseln Sie beim Sex nicht ungeschützt zwischen Anal- und Vaginalverkehr und achten Sie auch beim Spiel mit Sextoys auf Hygiene.
  • Teilen Sie keine Handtücher mit anderen und waschen Sie Ihre Badetücher immer bei 60 Grad.
  • Tragen Sie luftdurchlässige Unterwäsche aus natürlichen Fasern.

Reduzieren Sie außerdem unangenehmen Stress und sorgen Sie für ausreichend Entspannung.

Sex bei Scheidenpilz – ja oder nein?

Ein Vaginalpilz ist keine Geschlechtskrankheit, sondern eine Pilzinfektion. Nur in seltenen Fällen ist Sex die Ursache dafür. Wenn ein Pilz beim Sex auf den Partner übertragen wird, was passieren kann, heißt das nicht, dass er auch eine Infektion auslöst. Denn eine gesunde Vaginalflora und eine intakte Hautflora des männlichen Genitalbereiches weisen Erreger normalerweise ab oder verhindern deren Ausbreitung.

Dennoch ist Sex während der Antipilz-Therapie nicht empfohlen. Zum einen wegen der Empfindlichkeit der Vaginalhaut, zum anderen wegen möglicher Schmerzen.

Hält sich ein Scheidenpilz hartnäckig oder kehrt trotz Behandlung immer wieder zurück, kann eine unbemerkte Infektion des Mannes dahinterstecken. Dann ist es ratsam, dies von einem Urologen abklären zu lassen.

Scheidenpilz – lästig, aber therapierbar

Ein Scheidenpilz ist kein Grund zur Sorge, nichtsdestotrotz sollten Sie ihn nicht auf die leichte Schulter nehmen und ihn mit einem bewährten Antimykotikum konsequent ausheilen. Dann sind Sie die lästigen Beschwerden wie Juckreiz, Brennen oder gar Schmerzen bereits nach wenigen Tagen wieder los.

Und sonst? Achten Sie vor allem auf eine sanfte Intimpflege, Handtuch- sowie Sexualhygiene und machen Sie gelegentlich eine Kur mit Milchsäure, so dass sich ein Scheidenpilz auch in Zukunft möglichst unwohl bei Ihnen fühlt.

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