Scheidenpilz durch Medikamente

Nicht selten trifft Scheidenpilz auch Frauen, die einen gesunden Lebensstil pflegen. Viele fragen sich dann: Warum gerade ich? Eine mögliche Ursache können Medikamente sein, die eine Infektion begünstigen.

Diverse Arzneimittel bringen die Scheidenflora aus dem Gleichgewicht

Die sensible, schützende Scheidenflora kann durch ein angeschlagenes Immunsystem und/oder hormonelle Schwankungen (Pubertät, Schwangerschaft, Wechseljahre) nachhaltig gestört werden. Das Immunsystem kann z. B. durch ungesunde Ernährung, Stress und mangelnde Bewegung angegriffen werden. Auch die Pille kommt als Ursache für Scheidenpilzinfektionen in Frage: Sie führt zu hormonellen Schwankungen (z.B. niedrigem Östrogenspiegel), die die Besiedlung der Vaginalschleimhaut mit schützenden Milchsäurebakterien stören kann.

Die Einnahme von Medikamenten kann die Abwehrkräfte des Körpers ebenso erheblich beeinträchtigen. Einer Infektion mit Scheidenpilz kann begünstigt werden durch:

  • Antirheumatika (Medikamente gegen Rheuma)
  • Immunsupressiva (z.B. Kortison)
  • Chemotherapeutika (z.B. während einer Krebsbehandlung)

Antibiotika-Behandlungen als Ursache für Scheidenpilz

Die häufigste Ursache für eine Scheidenpilzinfektion „aus heiterem Himmel“ ist aber die vorangegangene Behandlung mit Antibiotika.
Die oft gegen Erkrankungen der oberen Atemwege verschriebenen Medikamente bekämpfen nicht nur unerwünschte Bakterien im Körper, sondern töten auch die nützlichen Milchsäurebakterien der Scheidenflora ab. Der natürliche Schutzschild der Vaginalschleimhaut versagt. Pilzsporen wie „Candida albicans“ beginnen, sich rasch zu vermehren. Die unangenehmen Symptome von Scheidenpilz lassen dann meist nicht mehr lange auf sich warten. Jedoch ist das Auftreten eines Scheidenpilzes meist von der Anwendungsdauer abhängig, d.h. je länger ein Antibiotikum angewendet wird ( > 1 Woche), desto eher tritt ein Scheidenpilz auf. Treten häufiger Pilzinfektionen nach einer Antibiotika-Behandlung auf, so sollte die Patientin mit dem Arzt sprechen. In einigen Fällen ist es hier sinnvoll, schon während der Therapie ein Antimykotikum (Scheidenpilzmittel) anzuwenden.

Eine Milchsäurekur kann viel bewirken

Nach der Einnahme von Antibiotika empfiehlt sich die Anwendung der 7-tägigen KadeFungin Milchsäurekur, um die Scheidenflora zu regenerieren und zu stabilisieren. Das Vaginalgel normalisiert den vaginalen pH-Wert und stimuliert dadurch die Vermehrung der gesunden
Milchsäurebakterien.

Scheidenpilz Hormonschwankungen

Auch die weiblichen Hormone können eine Ursache für Scheidenpilz sein. Frauen, die hohe Östrogenspiegel haben, erkranken häufiger. Ein Anstieg des Hormons ist in verschiedenen Lebenphasen ganz normal.
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Scheidenpilz Sexualität

Der Haupterreger des Scheidenpilzes, Candida albicans, kann in einzelnen Fällen durch Geschlechtsverkehr übertragen werden. Häufig weiß der Partner dabei nicht, dass er ansteckend sein kann. Deshalb ist es sinnvoll, sich mit dem Thema Sex und Scheidenpilz näher zu befassen.
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